Rohdung #1 – Nein, Nein, das ist nicht die Zukunft!

Seit dem September letzten Jahres ist die „Fridays for Future“-Bewegung (FFF) in Deutschland angekommen. Am 18. Januar diesen Jahres gab es die erste Demonstration mit anschließender Kundgebung in Eberswalde, die nächste Demonstration soll am 15. März stattfinden. Es solle „den größten Klimastreik geben, den die Welt je gesehen hat.“ sagt fridaysfofuture.de.1 Ob dieser großspurigen Ankündigung, dem dabei aufblühendem Eberswalder Ökoherz und dem medialen Wirbel um „Fridays for Future“ scheint ein unvollständiger Versuch der Auseinandersetzung lohnenswert.

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  1. https://fridaysforfuture.de/march15th/ []

Rohdung – die Kolumne aus dem Dschungel

Hier erscheint unregelmäßig Rohdung – die Kolumne aus dem Dschungel.

Gerohdet wird in erster Linie der geballte Unsinn von Ökostreber_innen, selbsternannter „Linker“ und anderen Idiot_innen in und um Eberswalde, manchmal auch darüber hinaus.

Motto und emotionaler Zustand ist dabei stets:
Mit Harvester und Spaltaxt gegen die Barberei!

Redebeitrag 09.02.2019

Im Jahr 2018 registrierten die Behörden für Brandenburg 116 rechte Demonstrationen, Kundgebungen, Mahnwachen oder Infostände. Nach einem Höchststand in 2015 mit 202 solcher Aktivitäten waren die Zahlen im Folgejahr auf 171 und 2017 auf 99 gesunken. Somit ist zur Zeit wieder ein besorgniserregener Anstieg rechter Versammlungen festzustellen. Erstmals wurden in die Statistik für das zweite Halbjahr 2018 insgesamt 53 Aktionen von sogenannten „Bürgerwehren“ aufgenommen, die vor allem in Cottbus, hier im Barnim und Oberhavel aktiv sind. Zudem gab es 12 rechte Konzertveranstaltungen. Continue reading „Redebeitrag 09.02.2019“

Heimatliebe Brandenburg den Tag versauen!

Am 09.02. möchte der rechte Mob um Lars Günther erneut durch Eberswalde laufen. Bereits im August und November letzten Jahres veranstaltete Günther unter dem Label „Heimatliebe Brandenburg“ Demonstrationen in Eberswalde. Wie bei seinen Kundgebungen und einer von ihm organisierten Demonstration 2015 zeigte sich, dass Günther zusammenbringt, was offiziell nichts miteinander zu tun haben will: AfD, Identitäre und (organisierte) Neonazis. Continue reading „Heimatliebe Brandenburg den Tag versauen!“

Solidarisch gegen welchen Mob?

Infoveranstaltung zu „Heimatliebe Brandenburg“
23.01.2019  //  18:00  //  Schöpfwerk (Schöpfurter Str. 5)

Am 09.02.2019 will das rechte Bündnis „Heimatliebe Brandenburg“ in Eberswalde wieder eine Demo starten. Wir rufen dazu auf, ihnen diesen Tag zu versauen! Außerdem laden wir zu einer Infoveranstaltung ein: Seit August 2018 tritt „Heimatliebe Brandenburg“ öffentlich auf und bewirbt mit dem 09.02.2019 die dritte Demo in Eberswalde. Wir wollen uns anschauen, welche Personen und rechte Netzwerke dahinter stecken und aktuelle Infos zu den Gegenprotesten, die vom Eberswalder Bündnis unteilbar organisisert werden, geben.

Redebeitrag 03.11.2018

Vor zwei Monaten lief das so genannte BürgerInnenbündnis „Heimatliebe Brandenburg“ das erste Mal durch Eberswalde. Im August wurde es versäumt dem deutschen Mob zu zeigen, was wir von rechtsnationaler Träumerei und schlechten „Merkel muss weg“-Brülleinlagen halten. Dies gilt es heute zu ändern. Nicht nur, um dem Bündnis aus Ultrakonservativen, Rechtsnationalen und Neonazis die Lust zu nehmen. Sondern auch weil wir wissen, wie solche Ereignisse bisher geendet haben. Nicht nur mit der industriellen Vernichtung von Millionen Menschen, sondern auch einer deutschen Niederlage. Eine Niederlage die angeblich so schlimm war, dass Oma, Opa und Hans-Peter auch heute noch vom Schrecken in Dresden faseln.
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[rumble] in the jungle

[rumble] ist eine antifaschistische Gruppe in Eberswalde.

„Der Splitter in deinem Auge ist das beste Vergrößerungsglas.“
Im Dschungel der Wohlfühlinitiativen für jede_n wollen wir als falsch benennen, was falsch ist.
Denn eins steht fest: Trotz dutzender Initiativen in Eberswalde ist es Neonazis und anderen (extrem) Rechten so möglich durch die Stadt zu laufen, wie es offensichtlich unmöglich erscheint, eigene Inhalte und Handlungsweisen kritisch zu reflektieren. Das eigene Elend wird stets romantisiert, im schlimmsten Fall gar nicht erst bemerkt. Da Einsicht der erste Schritt zur Besserung ist, ist es nur logisch, dass in der Stadt nichts voran gehen kann.
Während sich alle in ihren harmonischen Projekten verkriechen, mit welchen sie die „Welt in kleinen Schritten verbessern“ wollen und in Wahrheit doch rein gar nichts verändern, sind alle überrascht, wenn am nächsten Tag Neonazis durch die Stadt laufen. Zwischen breitem „Engagement“ für Natur, Umwelt und gegen Braunkohle bleibt offensichtlich kein Platz für eine antifaschistische und progressive Kritikkultur.

„Was nützt einem die Gesundheit, wenn man ansonsten ein Idiot ist?“
Während sich jegliche kritische Auseinandersetzung vermissen lässt, gibt es die Idiotie zuhauf: Sei es der neue Bioladen, in dem nun endlich die nächsten Facetten einer falschen und allzu oft antisemitischen angeblichen Kapitalismuskritik ausgeübt werden können oder der Termin beim Heilpraktiker, um statt das Geld der bösen Pharmaindustrie in den Hals zu werfen, lieber Zuckerkügelchen zu fressen.
Bier für Bier wird sich dann beim nächsten Ökostammtisch über die neuen Waschnüsse und Gemüseaufstriche ausgetauscht oder der nächste Tauschring initiiert. Zusammengeklaubt wird, was dem grünen Gewissen schmeichelt – egal ob man ideologisch auf einer Linie mit ReichsbürgerInnen, glühenden AntisemitInnen und RassistInnen fährt.
Die wichtigsten Rechtfertigungen für all diese Unerträglichkeiten bleiben stets Umwelt, Gesundheit und angebliche Natürlichkeit.
Der Status quo in Eberswalde ist somit ein Status der Konservierung gesellschaftlicher (Macht-)Strukturen durch wirkungslosen Öko-Wahn.

[rumble], November 2018